Mittelalterliche astronomische Großuhren Rostock, 25. - 28. Oktober 2012
Am 26. Oktober 1472 erließ Bischof Werner von Schwerin vierzigtägigen Ablass für denjenigen, die für die Fertigstellung der neuen Uhr in der Marienkirche Rostock spenden. Aus Anlass des 540. Jahrestages dieses Ablassbriefes, der in Ermangelung anderer Unterlagen als "Geburtsurkunde" der astronomischen Uhr in der Marienkirche Rostock gilt, laden die Stadt, die Universität und die Evangelisch-Lutherische Innenstadtgemeinde Rostock sowie die Deutsche Gesellschaft für Chronometrie zu diesem Symposium ein.
Das Symposium setzt die Tradition derartiger Veranstaltungen von Danzig (1988, 1990, 2003 und 2008) und Stralsund (1994) fort. Gegenstand der Vorträge auf dem VI. Symposium sind
Die politische, wirtschaftliche und religiöse Situation im
14./15. Jahrhundert
Die Funktion öffentlicher Uhren in mittelalterlichen Städten
Der Erkenntnisstand der Astronomie im 14./15. Jahrhundert
Erkenntnisse zum Aufbau, zur Funktion, zur Geschichte, zur Wiederherstellung und zum Erhalt einzelner Monumentaluhren
Technische und technologische Besonderheiten sowie kunstgeschichtliche Befunde an mittelalterlichen astronomischen Großuhren.
Tagungsprogramm
Donnerstag, 25. Oktober 2012
St.-Marien-Kirche 14.00 Uhr Eröffnung und Begrüßung
Karl-Bernhardin Kropf, Kantor der St.-Marien-Kirche: Kleines Orgelkonzert 14.45 Uhr Vortrag 1
Dr. Steffen Stuth, Rostock: Rostock als mittelalterliche Hansestadt 15.25 Uhr Vortrag 2
Dipl.-Kunstwiss. Jan Schröder, Berlin: Zur Geschichte der St.-Marien-Kirche. Neue Erkenntnisse in der Bauforschung
bis 16.30 Uhr – Kaffeepause
16.30 Uhr – Kurzer Rundgang durch die Kirche (Jan Schröder) 16.45 Uhr Vortrag 3
Prof. Dr. Manfred Schukowski, Rostock: Die astronomische Uhr der St.-Marien-Kirche
19.00 Uhr Festsaal des Rathauses: Empfang der Teilnehmer am Symposium durch den Oberbürgermeister der Hansestadt Rostock Roland Methling
Freitag, 26. Oktober 2012 Rathaus 09.00 Uhr Vortrag 4
Prof. Steven L. Ware, New York/USA: Die Ostersteine: Österliche Kalendersteine in der Spätantike und im späten Mittelalter 09.40 Uhr Hauptvortrag I
Prof. Dr. Gerhard Dohrn-van Rossum, Chemnitz: Uhren in den mittelalterlichen Städten – Uhrzeiten und städtisches Leben bis 10.45 Uhr – Kaffeepause 10.45 Uhr Hauptvortrag II
Dr. Jürgen Hamel, Berlin: Astronomie im 14. und 15. Jahrhundert – der wissenschaftliche Hintergrund der astronomischen Uhren im Ostseeraum 11.40 Uhr Vortrag 5
Prof. Dr. Fedor Mitschke, Rostock: Zeitmessung damals, 1472 und heute bis 13.30 Uhr – Mittagspause 13.30 Uhr Hauptvortrag III
Prof. Dr. Günther Oestmann, Bremen: Über die Bedeutung astronomischer Uhren im sakralen und profanen Raum 14.25 Uhr Vortrag 6
Dr. Walter Puschert, Hamburg: Planetenbewegungen auf astronomischen Uhren 15.05 Uhr Vortrag 7
Markus Marti, Bern/Schweiz: Erkenntnisse über die astronomische Monumentaluhr am Zeitglockenturm Bern bis 16.00 Uhr – Kaffeepause 16.00 Uhr Vortrag 8
Dipl.Kunstwiss. Julia Trinkert, Kiel: Weltweise an der Peripherie? Darstellungstraditionen von Gelehrten als kompositorische Bildlösungen 16.40 Uhr Vortrag 9
StR Otto-Ehrenfried Selle, Münster: Theologisches in der tom Ring'schen Malerei auf der münsterischen Domuhr 17.20 Uhr Vortrag 10
Dr. Peter Knüvener, Berlin: Gedanken eines Kunsthistorikers zum Zifferblatt der Stendaler astronomischen Uhr Aula Haus der Musik Öffentliche Festvorträge: 19.30 Uhr Begrüßung durch den Rektor Universität Rostock Prof. Dr. Wolfgang Schareck 19.45 Uhr Vortrag 11
Prof. Dr. Tilman Schmidt, Rostock: 26.10. 2012: 540 Jahre Ausstellung eines Ablassbriefes zum Neubau der Astronomischen Uhr in der Rostocker Marienkirche durch den Bischof von Schwerin 20.15 Uhr Hauptvortrag IV
Prof. Dr. Manfred Schukowski, Rostock: Uhrengeschichte der St.- Marien-Kirche Rostock Anschließend: Empfang der Teilnehmer des Symposiums durch den Rektor Universität Rostock Prof. Dr. Wolfgang Schareck
Sonnabend, 27. Oktober 2012 Rathaus 09.00 Uhr Hauptvortrag V
Prof. Dr. Andrzej Januszajtis, Danzig/Polen: Wiederaufbau- und Erhaltungsprobleme einer Astronomischen Uhr 09.55 Uhr Vortrag 12
Phil. Cand. Lone Mogensen, Lund/Schweden: Aufgaben und Probleme beim Erhalt und bei der Nutzung der Lunder Domuhr in der Gegenwart 10.35 Uhr Vortrag 13
Claus Peter, Hamm: St.-Marien-Kirche zu Rostock: Glocken und Uhren St.- Marien-Kirche 11.45 Uhr Prof. Dr. Manfred Schukowski, Rostock: Erläuterung zum Apostelumgang der astronomischen Uhr 12.05 Uhr Claus Peter, Hamm: Zum Glockengeläut der Kirche bis 13.30 Uhr - Mittagspause 13.30 Uhr Hauptvortrag VI
Dr. Ludwig Oechslin, La Chaux-de-Fonds/Schweiz: Die astronomische Monumentaluhr als Quelle der Inspiration 14.25 Uhr Vortrag 14
Dr. Tilo Schöfbeck, Schwerin: Dendrochronologische Untersuchungen an mittelalterlichen Monumentaluhren. Beobachtungen eines Bauforschers 15.00 Uhr Vortrag 15
Dipl.-Ing. Olaf Grewe, Rostock: Erläuterungen zur „Laservermessung der Astronomischen Uhr“ durch das Fraunhofer-Institut Rostock 16.00 UhrAuswertung und Abschluss des wissenschaftlichen Teiles der Veranstaltung Schlusswort: Lothar Hasselmeyer, Dresden; Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Chronometrie 18.00 Uhr Gaststätte „Zur Kogge“: Gemeinsames Abendessen
Sonntag, 28. Oktober 2012 St.-Marien-Kirche 08.45 UhrUmstellung der Astronomischen Uhr von Sommerzeit auf Winterzeit 09.30 Uhr Uhrengottesdienst Predigt: Andreas von Maltzahn, Bischof der Evangelisch–Lutherischen Landeskirche Mecklenburg
Organisatorisches
Tagungsanmeldung
Bitte übersenden Sie den Anmeldebogen an die
Hansestadt Rostock, Amt für Kultur und Denkmalpflege, Strandstr. 97, 18055 Rostock,
Tel.: 0381-25 219 14
Gerne können Sie sich auch per email anmelden: kulturamt@rostock.de
Anmeldeschluss: 15. September 2012
Tagungsbeitrag
Der Tagungsbeitrag beträgt 50,00 €.
Bitte überweisen Sie ihn bis zum 15. September auf die folgende Bankverbindung:
Empfänger: Innenstadtgemeinde Rostock,
Stichwort: Tagungsbeitrag Symposium 2012
Konto-Nr.: 108 4038, Volks- und Raiffeisenbank Rostock, BLZ: 130 90000